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Fördermassnahmen für Wasseramseln

Nistkästen in Opfikon

von Lena Escher und Nadine Koller

Titelbild von 22621497 auf Pixabay


Mit Nistkästen versucht der NVMG in Zusammenarbeit mit der Stadt Opfikon Glattbrugg und dem AWEL die Wasseramseln zu fördern. Dank der Renaturierung des Glattabschnitts beim Stadtpark, passt die Glatt bestens als Lebensraum für diese faszinierende Vogelart.

Wasseramseln sind die einzigen Singvögel, die ihr Futter unter Wasser suchen und deswegen gut schwimmen und tauchen können. Die braun-weisse Amsel bevorzugt schnellfliessende, saubere Bäche mit grossen Steinen im Wasser. Der aussergewöhnliche Singvogel war Vogel das Jahres 2017 von BirdLife Schweiz.

Vier bis sechs kleine Vögel schlüpfen im Frühling in einer Kugel, die aus Moos, dürren Blättern und Halmen sowie Federn gebaut wurde. Diese Moosnester befinden sich in der Regel einen halben Meter bis sechs Meter über dem Wasserspiegel in Fels- oder Mauerspalten, unter Brücken, hinter Wasserfällen oder in Nistkästen. Solche sollen vorteilshalber direkt über tieferem, fliessenden Wasser angebracht werden, da sich die Wasseramseln bei Gefahr ins Wasser fallen lassen.

Das Projekt der Förderung der Wasseramseln an der Glatt wurde von Lena Escher vom NVMG initiiert. Nici Baiker, Ornithologe und aufgewachsen in Opfikon, konnte hinzugewonnen werden. Die Stadt Opfikon erklärte sich dazu bereit, vier Wasseramselnistkästen zu finanzieren. Eva Bantelmann, Umweltbeauftragte der Stadt, klärte die Eigentumsverhältnisse der Brücken ab.

Nach einer Besichtigung möglicher Standorte für die Nistkästen wurden zwei Standorte festgelegt. Zwei weitere Standorte sind noch in Abklärung. Die Kästen werden voraussichtlich im Herbst dieses Jahres aufgehängt. Für den Unterhalt der Kästen ist der NVMG verantwortlich.

Im April 2024 besichtigten Nici Baiker und Lena Escher mit zwei Mitarbeitenden des Strassenunterhalts der Stadt, Maik Ruddigkeit und einer weiteren Mitarbeiterin, mögliche Standorte an der Glatt.